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Vogelmiere Pesto – das Super-Unkraut im Garten

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Dieses 'Unkraut' ist sehr vitalstoffreich, wächst fast das ganze Jahr hindurch. Ein schnelles Pesto daraus zubereitet, passt zu Pasta, als Brotaufstrich oder Dip-Sauce.
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Die Vogelmiere – ein fast schon vergessenes (Un)Kraut, welches jetzt als erstes Frühlingskraut überall zu finden ist. Die Vogelmiere wurde im 19. Jahrhundert von Pfarrer Kneipp als Heilpflanze erkannt und wegen der starken Vermehrung wird sie häufig zu den Unkräutern gezählt.

Die Vogelmiere (Stellaria media) gehört zur Familie der Nelkengewächse. Wegen ihrer kleinen Blätter und Blüten macht sie einen eher empfindlichen Eindruck. Und doch besitzt sie eine unverwüstliche Lebenskraft mit der sie sich weltweit durchgesetzt hat. Sie sät sich selbst immer wieder aus und bringt fünf bis sechs Generationen pro Jahr hervor.

Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass Vögel und Hühner gern an ihr zupfen, denn sie ist eine sehr nahrhafte Pflanze.

Die Vogelmiere überwuchert Gartenbeete, Weinberge und brachliegende Äcker. Auf den ersten Blick ist sie eine eher unscheinbare Pflanze, die deshalb in unseren Gärten meist als Unkraut ausgezupft wird. Bei näherem Hinsehen ist die Pflanze aber mit ihren sternförmigen kleinen weißen Blüten ganz bezaubernd. Wer sie im Garten hat, sollte sich glücklich schätzen. Das Wildkraut hat nämlich Heilpflanzen-Qualitäten. Außerdem verfügt sie über einen Wert als Nahrungs- beziehungsweise Genussmittel. Ihr Geschmack erinnert an den von jungem rohen Mais.

Diese stark unterschätzte Pflanze enthält wertvolle Inhaltsstoffe: viele Vitamine, Saponine, Flavonoide, Cumarine, Mineralien und ätherische Öle. Bereits 50 g eines Vogelmiere-Salates decken den Vitamin C-Bedarf eines Erwachsenen.

Dank der vielen Nährstoffe hilft Vogelmiere besonders gut gegen Mangelerscheinungen und wirkt deshalb der Frühjahrsmüdigkeit entgegen. Neben dem hohen Vitamin C-Gehaltes liefert sie Mineralstoffe, wie Kalium, Kieselsäure, Zink, Magnesium, Phosphor und Kupfer und verfügt so über wesentlich mehr Nährstoffe als Kopfsalat. Da die Vogelmiere das ganze Jahr über wächst, kann man sie über Monate als Zutat für Salate, Suppen oder Kräuteraufstriche nutzen. Der Geschmack erinnert leicht an Mais.

Früher wurde die Vogelmiere in der Volksmedizin als Blut-Tonikum verwendet. Man nutzte sie als Gemüse zur Herzstärkung und zur Verbesserung des Sehvermögens. Vogelmiere gilt heute als gutes Mittel gegen entzündliche Hautprobleme, denn sie hat herausziehende Eigenschaften und bringt Eiter und Giftstoffe an die Oberfläche.

Das Kraut kühlt außerdem äußerlich Ausschläge und Sonnenbrand. Die kühlenden Eigenschaften werden aber auch bei inneren Entzündungen genutzt – beispielsweise bei Magen- und Darmentzündungen, Reizdarmsyndrom, Halsentzündungen, Bronchitis oder Rippenfellentzündungen. Die Vogelmiere wirkt auch diuretisch.

In der TCM wirkt das kühlende Kraut mit dem süß-bitteren Geschmack auf die Organe Lunge, Magen und Leber und wird vor allem in der Therapie von Asthma und bei starker Abmagerung nach schwerer Krankheit zum Aufbau der Körpersäfte, des Yin eingesetzt.

Löwenzahn wirkt ebenso kühlend auf diese Organkreisläufe. Kennst du schon den Löwenzahn-Sirup zum selber machen? Hier geht’s zum Rezept, das auch dir Kinder mögen.

Das Extrakt der frischen Pflanze wird zur Behandlung von Rheumatismus und Gelenkschmerzen verwendet.

Verwendet wird das Kraut mitsamt der Blüten. Man kann sie von April bis September selbst sammeln. Für eine Schüssel voll Vogelmiere reicht oft schon ein kleiner Spaziergang am Waldrand oder durch Deinen Garten. Immer mehr Kräuterinteressierte wissen die Vogelmiere wieder in der Küche als Salatzutat und Gemüse, für Suppen, Saucen und Würzpasten zu schätzen.

Das zerstampfte Kraut kann auch auf die Leber als Wickel aufgelegt werden und wirkt so kühlend gegen diverse Leberbeschwerden.

So sprießt die Vogelmiere bei mir auf der Terrasse aus den überwinterten Töpfen.

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Dieses ‘Unkraut’ ist sehr vitalstoffreich, wächst fast das ganze Jahr hindurch. Ein schnelles Pesto daraus zubereitet, passt zu Pasta, als Brotaufstrich oder Dip-Sauce.

einfach
  • Vorbereitungszeit:
    5 Minuten
  • Gesamtzeit:
    5 Minuten

Zutaten

4 Portionen
50 g Cashewkerne oder Pinienkerne
100 g Olivenöl
80 g Parmesan gerieben (Erde-Element)
1 Knoblauchzehe klein geschnitten (Metall-Element)
2 Prisen Salz (Wasser-Element)
1 Handvoll, frische, gewaschene Vogelmiere aus dem Garten oder Kräuterkisterl z.B (Holz-Element)

Utensilien

  • Pürierstab oder Hochleistungsmixer

Zubereitung

  1. Vogelmiere in einem hohen Gefäß mit dem Olivenöl pürieren oder in einem Hochleistungsmixer mixen.
  2. Die Kerne, Parmesan, Knoblauch und Salz dazugeben und zu einer cremigen Konsistenz zermixen.
  3. è voilà und genießen!

Notizen

Ersatzzutaten wäre traditionell der frische Basilikum.

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Hinweise für Anfänger der TCM-Ernährungslehre (auch 5 Elemente Küche genannt)

Jede Speise oder jedes Getränk sollte möglichst alle Geschmacksrichtung beinhalten.
Das fördert am besten den harmonischen Fluss des Qi’s im Körper und im Geist.
Ebenso ist die Philosophie dahinter, dass die Zutaten ‘rund’ schmecken im Mund.
Harmonisch miteinander abgestimmt, das fördert die Bekömmlichkeit.
Und das Yin und Yang ist für den menschlichen Organismus am besten verfügbar.

Die Bedeutung der Geschmacksrichtungen und Organzuordnung
H = Holz, steht für den sauren Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Leber/Gallenblase
F = Feuer, steht für den bitteren Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Herz/Dünndarm
E = Erde, steht für den süßen Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Milz/Magen
M = Metall, steht für den scharfen Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Lunge/Dickdarm
W = Wasser, steht für den salzigen Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Niere/Blase

FAQ – Häufig gestellte Fragen in meiner TCM Gesundheitspraxis

Wie viele Ballaststoffe hat die Vogelmiere?

Pro 50 g Vogelmiere befinden sich 3 g Ballaststoffe. Das ist ein guter Wert. Quelle: https://www.naehrwertrechner.de/naehrwerttabelle

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