Kochen mit Genuss –  für deine starke Verdauungs-Mitte, mehr innere Balance und verbesserte mentale Gesundheit

Löwenzahntee oder als Löwenzahnsalat mit Kartoffeln und (Oster-)Eiern

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Der Löwenzahn und der Osterhase gehören zusammen. Beide zeigen den Frühlingsbeginn in der Natur an. In diesem Blogbeitrag soll's darum gehen, wie wertvoll der Löwenzahn für die Leberreinigung ist und wie gesundheitsförderlich Eier sind - die der Osterhase mit im Gebäck hat.
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Der Löwenzahntee kann schnell und einfach zubereitet werden. Das frische, saftige Grün der sprießenden Kräuter im Garten und rund ums Haus zeigen sich im Frühling und im Sommer. Gerade Unkräuter sind ‘hartnäckige’ Pflanzen und gerade deshalb sind sie POWERpflanzen, die uns in den Organkreisläufen auch Kraft und Qi geben. Die Vogelmiere ist eines davon und ich liebe sie als Vogelmiere-Pesto auf meinem getoasteten Brot zum Beispiel.

Der Löwenzahn kommt in meiner Küche nur in Maßen vor. Gleich weißt du warum.

Magst du den Löwenzahn lieber als Tee oder isst ihn lieber im Salat?

Ehrlich gesagt, ist mir der Löwenzahn auch zu ‘hantig’, zu hochdeutsch: zu bitter. Doch 1 – 2 Röhrln (so nennen wir die Löwenzahnblumen-Stengel) oder Blätter unter den grünen Häuptlsalat, da fehlt es nicht so auf.

Der bittere Geschmack ist unserem Gaumen nicht mehr so vertraut, weil unserer Ernährungsstil eher zum gewohnten salzigen oder süßen tendiert.

Der Löwenzahn – die bittere Alternative zum Zucker

Ja richtig gelesen. In diesem zweideutigen Satz liegt die Wahrheit, die unsere Verdauungsleistung stark macht. Und uns gleichzeitig den süßen Gusto minimiert. So einfach ist das. Gerne probiere es aus.

In der TCM ist das Feuer Element (mit dem zugeordneten Geschmack ist bitter) die Mutter des Erde-Elements. Und der zugeordneter Geschmack ist süß. Ist also die Mutter gestärkt, geht es dem Kind auch gut. Dieser sogenannte Fütterungszyklus achtet auf das Stärken aller 5 Elemente.

Der Löwenzahn zum Nulltarif

Der Löwenzahn (lat. Taraxacum officinalis) bietet Gaumenfreude zum Nulltarif. Er steht auf fast jeder Wiese, aber nur wenige wissen, dass er eine vorzügliche Heil- und Küchenpflanze ist. Schon in der Antike schätzte man ihn als Magenmittel.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin variieren die Heilaspekte des Löwenzahns je nach Pflanzenteil. So bringt das Knabbern frischer Löwenzahnblätter und –stängel die Körpersäfte in Schwung und reinigt das Blut. Die Blätter haben harntreibende Wirkung, regen die Nieren an und senken den Blutdruck.

Löwenzahntee aus Löwenzahnwurzel verhilft der Gallenflüssigkeit wieder zu einem freieren Fluss und stärkt damit die Verdauung. Es empfiehlt sich den Tee kurz vor der Mahlzeit zu trinken. Dank seiner im übertragenen Sinne kühlenden Wirkung, ist der Löwenzahn eine Wohltat bei roten, juckenden Augen und Stress bedingten Migräneanfällen.

In der Volksmedizin gilt der Löwenzahn außerdem als wirksam bei Rheuma, Gicht, Verdauungsstörungen, Ekzemen und Lebererkrankungen. Der weiße Milchsaft wird auch zur Behandlung von Warzen eingesetzt. Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Löwenzahns, die die heilenden Wirkungen bewerkstelligen, sind Bitterstoffe, Inulin, Vitamin C, A und B und ein hoher Kaliumgehalt.

Zur Herstellung eines wohlschmeckenden, honigähnlichen Sirups oder Gelees als Brotaufstrich eignen sich die gelben Blüten hervorragend. Die jungen, nur leicht bitter schmeckenden Blätter des Löwenzahns können als Salat verarbeitet werden.

Löwenzahn als Tee getrunken

Die Wirkung des Löwenzahns nach TCM und seine möglichen Anwendungsgebiete …
☯︎
Bindehautentzündung mit roten, geschwollenen Augen

☯︎ Neurodermitis (Achtung: vorher genaue Abklärung der Ursachen!)
☯︎ Abszessen & Knoten, speziell in der Brust
☯︎ Entzündung der Gallenblase
☯︎ Hämorrhoiden

Weitere Anwendungsgebiete des Löwenzahns durch die Ernährung

☯︎ Müdigkeit durch geschwächte Leberfunktion
☯︎ fördet die Blutbildung (Bitterstoffe fördern Aufnahme von Vit. B12 & Eisen)
☯︎ vorbeugend bei Neigung zu Gallensteinbildung
☯︎ Anregung der Leberfunktion allgemein
☯︎ bei stoffwechselbedingten Hautproblemen

☯︎ ausleitend zur Entgiftung
☯︎ blutreinigend & blutbildend
☯︎ regt die Bauchspeicheldrüse an, gleicht den Blutzuckerspiegel aus
☯︎ Lymphe entlastend
☯︎ harntreibend, nierenstärkend
☯︎ wirkt Pestizidbelastung entgegen
☯︎ gut für Allergiker
☯︎ bei Fettunverträglichkeit

VORSICHT: den Tee nicht mehr abends trinken, da er harntreibend wirkt. Ebenso bei Neigung zu Gastritis, Magengeschwüren oder Reizdarm ist der Löwenzahn innerlich nicht anzuwenden, da er die Magensäurebildung steigern kann!

In Kombination mit anderen Leberkräutern sind Nahrungsergänzungen in Form von Kapseln bekömmlicher und leichter in der Einnahme. Deshalb greife ich auf folgende Leber stärkende Natursubstanzen zurück. Eine Mischung aus pulverisierter Löwenzahnwurzel, Artischokenblätter, Mariendistelextrakt, Kurkumawurzel und Wermut zur Leberstärkung.

Wie viele Eier sind gesund?

Über nichts bestehen in der Medizin so viele Missverständnisse wie über den Zusammenhang von Eiern zum Cholesterinspiegel. Wie viele Eier darf man also essen? Die simple Antwort: Viele! 

Manche Klienten berichten stolz, dass sie höchstens ein Ei pro Woche essen, damit ihr Cholesterin nicht ansteigt. Dabei ist der Einfluss von Ei auf das Cholesterin verschwindend gering. Wenn die Menschen wüssten, wie gesund Eier wirklich sind, würden sie täglich 5 oder mehr essen. Und meinen Segen hätten sie. Denn Eier enthalten alle essenziellen Aminosäuren, wichtige Fettsäuren, die Mineralstoffe Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium, Zink, Mangan, Kupfer, Eisen und Selen. Dazu die Vitamine E, D, A, K, B2, B6, B12, Folsäure, Nicotinamid, Pantothensäure und Biotin.

Eiweiß bzw. Aminosäuren sind essenziell, die Frühstücks-Semmel dagegen nicht. Ohne Kohlenhydrate können wir leben, ohne Eiweiß nicht. Darum sehe ich lieber Eier statt Brot auf dem Frühstücksteller. Auf eines sollte man aber tunlichst achten: Wer es irgendwie einrichten kann, sollte die Eier von einem echten „Mistkratzer“ vom Bauernhof beziehen.

Alle Tiere, die sich ihr Futter selber suchen, sind für uns gesünder als die aus industrieller Haltung. Zusätzlich sollten die Eier nicht ganz durcherhitzt werden, um die B-Vitamine und Folsäure zu erhalten. Eier also wachsweich, Spiegel- und Rühreier nicht ganz durchgebraten. 

Die Messung des Gesamt-Eiweißspiegels im Blut sollte zur Routine gehören. Leider muss man sich selbst darum kümmern. Merke: Immer den oberen Normbereich anstreben. Nur dann kann man davon ausgehen, dass der Körper ausreichend mit essenziellen Aminosäuren versorgt ist.

Löwenzahnsalat mit Kartoffeln und (Oster-)Eiern

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Röhrlsalat wird der Löwenzahnsalat in der Steiermark genannt. Nicht nur Löwenzahntee sondern als Löwenzahn-Eier-Salat entfaltet der Löwenzahn seine gute Wirkung nach TCM.

einfach
  • Vorbereitungszeit:
    10 Minuten
  • Gesamtzeit:
    10 Minuten

Zutaten

4 Portionen
1 kg Kartoffeln, 4 EL Kernöl oder Olivenöl (Erde-Element)
1 Knoblauchzehe, 1 Prise Pfeffer (Metall-Element)
3 El Wasser, Salz (Wasser-Element)
2 EL Apfelessig (Holz-Element)
100 – 300 g Löwenzahnblätter (Holz- bzw. Feuer-Element)

Utensilien

  • Salatschüssel, Messer, Schneidbrett

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln kochen, schälen und in Scheiben schneiden.
  2. Die Löwenzahnblätter waschen und in feine Streifen schneiden.
  3. Löwenzahnblätter in eine Schüssel untermengen und kurz ziehen lassen
  4. und in die Salatmischung geben.
  5. Salat mit Pfeffer, Salz und Essig abschmecken, nochmals kurz ziehen lassen und lauwarm servieren.
  6. Mit Gänseblümchen garnieren.

Wie findest du das Rezept?

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Hinweise für Anfänger der TCM-Ernährungslehre (auch 5 Elemente Küche genannt)

Jede Speise oder jedes Getränk sollte möglichst alle Geschmacksrichtung beinhalten.
Das fördert am besten den harmonischen Fluss des Qi’s im Körper und im Geist.
Ebenso ist die Philosophie dahinter, dass die Zutaten ‘rund’ schmecken im Mund.
Harmonisch miteinander abgestimmt, das fördert die Bekömmlichkeit.
Und das Yin und Yang ist für den menschlichen Organismus am besten verfügbar.

Die Bedeutung der Geschmacksrichtungen und Organzuordnung
H = Holz, steht für den sauren Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Leber/Gallenblase
F = Feuer, steht für den bitteren Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Herz/Dünndarm
E = Erde, steht für den süßen Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Milz/Magen
M = Metall, steht für den scharfen Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Lunge/Dickdarm
W = Wasser, steht für den salzigen Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Niere/Blase

FAQ – Häufig gestellte Fragen in meiner TCM Gesundheitspraxis

Wie viele Ballaststoffe haben Feigen?

Pro 100 g Löwenzahn befinden sich 3 g Ballaststoffe. Quelle: https://www.naehrwertrechner.de/naehrwerttabelle

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