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Bachblüten und das Schienensystem: Wie du zurück in deine Mitte findest

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Innere Unruhe, Gedankenkreisen oder Erschöpfung? Erfahre, wie das Schienensystem hilft, emotionale Themen zu erkennen und wieder in deine Mitte zu finden.

Kennst du das Gefühl, dass eigentlich alles „in Ordnung“ sein müsste – und du dich trotzdem nicht wirklich in deiner Mitte fühlst?

Vielleicht bist du schneller gereizt als sonst. Deine Gedanken kreisen. Du schläfst unruhig, kannst schlecht abschalten oder fühlst dich innerlich angespannt und erschöpft.

Und wenn dich jemand fragt:

„Was beschäftigt dich eigentlich?“

… weißt du vielleicht selbst keine richtige Antwort darauf.

Genau das ist gar nicht so ungewöhnlich.

Denn manchmal nehmen wir zuerst wahr, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, bevor wir überhaupt benennen können, was uns emotional beschäftigt.

Unser Verstand sucht nach einer Erklärung.

Doch manchmal haben wir noch keine.

Wir spüren lediglich:

„So wie sonst fühlt es sich gerade nicht an.“

An diesem Punkt finde ich das sogenannte Schienensystem besonders spannend.

Es kann uns als bildhafte Orientierung dabei helfen, genauer hinzuschauen:

Wo stehe ich gerade – und wie weit habe ich mich von meiner eigenen Mitte entfernt?


Was bedeutet „zurück in deine Mitte“ eigentlich?

Stell dir dein emotionales Gleichgewicht wie eine Schiene vor.

In der Mitte befindet sich der Bereich, in dem du dich grundsätzlich stabil und mit dir selbst verbunden fühlst.

Das bedeutet nicht, dass dort immer alles perfekt ist.

Auch in unserer Mitte dürfen wir traurig, wütend, gestresst oder unsicher sein.

Der Unterschied liegt vielmehr darin, dass wir mit diesen Gefühlen umgehen und nach einer Belastung wieder in unser persönliches Gleichgewicht zurückfinden können.

Doch das Leben bewegt uns.

Eine berufliche Herausforderung.

Eine Trennung.

Ein Konflikt.

Eine Erkrankung.

Eine große Veränderung.

Finanzielle Sorgen.

Familiäre Belastungen.

Oder einfach eine lange Phase, in der wir viel zu viel getragen haben.

All das kann dazu führen, dass wir uns Stück für Stück von unserer gefühlten Mitte entfernen.

Und häufig merken wir es zunächst gar nicht.


Wenn wir aus unserer Mitte geraten

Am Anfang können wir Belastungen meist noch gut auffangen.

Wir funktionieren.

Wir gehen arbeiten.

Wir kümmern uns um unsere Familie.

Wir erledigen unsere Aufgaben.

Wir treffen Entscheidungen.

Und wenn uns jemand fragt, wie es uns geht, sagen wir:

„Passt schon.“

Vielleicht passt es tatsächlich noch.

Aber vielleicht kostet dieses „Passt schon“ inzwischen deutlich mehr Kraft als früher.

Genau hier beginnt für mich ein wichtiger Teil des Schienensystems.


Kompensation: Wenn wir noch funktionieren

Wenn wir emotional belastet sind, besitzen wir normalerweise viele Möglichkeiten, damit umzugehen.

Wir ruhen uns aus.

Wir sprechen mit jemandem.

Wir bewegen uns.

Wir schlafen darüber.

Wir lösen ein Problem.

Oder wir schaffen es schlicht, eine schwierige Phase eine Zeit lang auszuhalten.

Innerhalb des Schienenmodells können wir uns das als Kompensation vorstellen.

Wir sind vielleicht bereits ein Stück von unserer Mitte entfernt, können die Belastung aber noch ausgleichen.

Nach außen fällt deshalb möglicherweise überhaupt nichts auf.

Und genau das kann täuschen.

Denn nur weil wir funktionieren, bedeutet das nicht automatisch, dass es uns innerlich gut geht.


Wenn das Funktionieren immer mehr Kraft kostet

Hält eine Belastung länger an oder kommen mehrere Dinge gleichzeitig zusammen, kann sich etwas verändern.

Was wir früher problemlos ausgeglichen haben, kostet plötzlich viel Energie.

Vielleicht bemerkst du:

  • Ich bin schneller gereizt.
  • Meine Gedanken hören nicht mehr auf.
  • Ich fühle mich ständig angespannt.
  • Ich kann abends schwer abschalten.
  • Ich bin erschöpft, obwohl ich eigentlich genug geschlafen habe.
  • Kleinigkeiten werfen mich schneller aus der Bahn.
  • Ich sehne mich nach Ruhe, finde sie aber nicht.

Innerhalb des Schienensystems können wir uns vorstellen, dass wir uns weiter von unserer persönlichen Mitte entfernt haben.

Je mehr Energie wir für das innere Ausgleichen benötigen, desto anstrengender kann das normale Funktionieren werden.

Irgendwann entsteht vielleicht das Gefühl:

„Ich kann nicht mehr so weitermachen wie bisher.“


Kompensation und Dekompensation – einfach erklärt

Der Begriff „Dekompensation“ klingt zunächst sehr medizinisch.

Vereinfacht können wir innerhalb unseres Bildes aber sagen:

Kompensation bedeutet:
Ich bin belastet, kann meine Situation mit meinen bisherigen Möglichkeiten jedoch noch auffangen.

Zunehmende Belastung bedeutet:
Das Auffangen kostet immer mehr Kraft.

Dekompensation bedeutet:
Die bisherigen Möglichkeiten reichen nicht mehr ausreichend aus, um die Belastung zu bewältigen.

Für meine Arbeit ist dabei aber nicht entscheidend, einer Person ein Etikett zu geben.

Viel interessanter ist die Frage:

Was braucht gerade meine Aufmerksamkeit?

Denn unser Ziel ist nicht, möglichst schnell wieder besser zu funktionieren.

Es geht darum, wieder wahrzunehmen, was in uns eigentlich los ist.


Wenn der Körper etwas wahrnimmt, der Verstand aber noch keine Antwort hat

Das finde ich besonders wichtig.

Manchmal können wir ganz genau sagen, was wir wahrnehmen:

„Ich bin unruhig.“

„Ich schlafe schlecht.“

„Ich bin ständig gereizt.“

„Mein Herz klopft schneller.“

„Ich kann mich schlecht konzentrieren.“

„Ich fühle mich erschöpft.“

Aber wir wissen noch nicht:

Warum beschäftigt mich das gerade so?

Und genau an diesem Punkt sollten wir vorsichtig sein.

Nicht jedes körperliche Symptom hat automatisch eine bestimmte emotionale Ursache.

Schlafstörungen, starke Unruhe, Erschöpfung oder andere körperliche Beschwerden können viele Ursachen haben. Anhaltende, neue oder ausgeprägte Beschwerden gehören deshalb medizinisch abgeklärt.

Das Schienensystem verstehe ich nicht als diagnostisches Verfahren.

Es ist vielmehr eine Einladung, zusätzlich die emotionale Ebene zu betrachten.


Was beschäftigt dich wirklich?

Vielleicht kennst du diesen Satz:

„Ich weiß eigentlich gar nicht, was mit mir los ist.“

Und manchmal ist genau das der Anfang.

Wir müssen nicht sofort eine Erklärung haben.

Stattdessen können wir beginnen, andere Fragen zu stellen:

Was beschäftigt mich momentan besonders?

Welche Gedanken kommen immer wieder?

Was macht mir Angst?

Wo fühle ich mich überfordert?

Was versuche ich schon lange auszuhalten?

Wo sage ich Ja, obwohl ich eigentlich Nein meine?

Welche Veränderung fällt mir schwer?

Was fehlt mir gerade?

Wonach sehne ich mich?

Und eine meiner liebsten Fragen:

Wenn ich gerade nicht funktionieren müsste – was würde ich wirklich brauchen?

Vielleicht lautet die Antwort:

Ruhe.

Sicherheit.

Mut.

Vertrauen.

Abgrenzung.

Orientierung.

Leichtigkeit.

Oder einfach:

Zeit für mich.

Welche Bachblüten passen bei innerer Unruhe?

Innere Unruhe kann sich ganz unterschiedlich zeigen – und auch die emotionalen Themen dahinter können verschieden sein. Genau deshalb gibt es nicht die eine Bachblüte gegen innere Unruhe.

In einem weiteren Artikel stelle ich dir 5 typische Bachblüten vor, die traditionell bei unterschiedlichen Formen von innerer Unruhe betrachtet werden – darunter White Chestnut bei kreisenden Gedanken, Aspen bei diffusem Unbehagen oder Mimulus bei konkreten Ängsten.

Wenn du dich darin wiedererkennst und mehr über die einzelnen Blüten erfahren möchtest:

→ Hier weiterlesen: 5 Bachblüten bei innerer Unruhe – welche passt zu deinem emotionalen Thema?

Zum Blogartikel „5 Bachblüten gegen innere Unruhe“

Wichtig: Die Zuordnungen stammen aus der traditionellen Bachblütenlehre und sind nicht als medizinische Behandlung von Angst- oder Schlafstörungen zu verstehen. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche bzw. psychotherapeutische Abklärung wichtig.


Was wünscht sich deine Seele?

Wenn ich von der „Seele“ spreche, meine ich damit keine medizinische Erklärung für körperliche Symptome.

Für mich ist es vielmehr eine andere Art des Hinspürens.

Unser Verstand möchte analysieren.

Er möchte verstehen.

Er möchte Lösungen.

Doch manchmal ist die hilfreichere Frage nicht:

„Warum funktioniert das gerade nicht?“

Sondern:

„Wonach sehne ich mich eigentlich?“

Vielleicht liegt genau darin ein Teil unseres Weges zurück in die Mitte.

Nicht noch mehr leisten.

Nicht noch mehr optimieren.

Nicht noch disziplinierter werden.

Sondern wieder lernen, uns selbst zuzuhören.


Und was haben Bachblüten damit zu tun?

Das klassische Bachblütensystem geht auf den englischen Arzt Edward Bach zurück und umfasst 38 verschiedene Blütenessenzen.

Traditionell werden diese Essenzen unterschiedlichen emotionalen Zuständen zugeordnet.

Und genau deshalb finde ich die Kombination mit dem Schienensystem so interessant.

Wir schauen nicht ausschließlich darauf:

„Welches Symptom habe ich?“

Sondern vielmehr:

„Wie erlebe ich meine momentane Situation?“

Denn zwei Menschen können dieselbe Wahrnehmung haben – und emotional etwas vollkommen Unterschiedliches erleben.


Ein Beispiel: „Ich kann nachts nicht abschalten“

Stell dir vier Menschen vor.

Alle vier sagen:

„Ich kann nachts nicht abschalten.“

Bei der ersten Person kreisen immer wieder dieselben Gedanken und Gespräche.

Die zweite Person macht sich konkrete Sorgen um ihre Zukunft.

Die dritte befindet sich mitten in einer großen Veränderung und hat Schwierigkeiten, sich auf die neue Situation einzulassen.

Und die vierte Person fühlt sich schlicht von allem überfordert.

Die Wahrnehmung ist ähnlich:

„Ich komme nicht zur Ruhe.“

Doch die emotionale Situation dahinter ist unterschiedlich.

Im traditionellen Bachblütensystem würden deshalb möglicherweise auch unterschiedliche Blüten in Betracht gezogen.

Genau deshalb ist mir die individuelle Betrachtung wichtiger als eine pauschale Aussage wie:

„Bei Schlafproblemen brauchst du diese Bachblüte.“

So arbeite ich nicht.


Wo stehst du gerade auf deiner persönlichen Schiene?

Vielleicht möchtest du für einen Moment selbst hineinspüren.

Frag dich:

Fühle ich mich grundsätzlich in meiner Mitte?

Oder merke ich bereits, dass ich viel Kraft aufwenden muss, um meinen Alltag zu bewältigen?

Funktioniere ich hauptsächlich noch?

Bin ich schneller gereizt als früher?

Kreisen meine Gedanken häufiger?

Fällt es mir schwer, wirklich abzuschalten?

Habe ich das Gefühl, ständig für andere da sein zu müssen?

Und:

Was würde mir gerade wirklich guttun?

Du brauchst darauf nicht sofort eine perfekte Antwort.

Manchmal beginnt Veränderung einfach damit, die richtige Frage zu stellen.


Bachblüten-Notfalltropfen: Wenn plötzlich alles zu viel wird

Vielleicht kennst du Bachblüten bisher hauptsächlich in Form der bekannten Notfalltropfen beziehungsweise Rescue-Mischung.

Sie sind für viele Menschen der erste Kontakt mit Bachblüten.

Doch was steckt eigentlich dahinter?

Welche Bachblüten enthält die klassische Kombination? Wie entstand sie? Und wofür wird sie traditionell verwendet?

Darüber habe ich bereits einen eigenen ausführlichen Blogartikel geschrieben.

→ Hier kannst du meinen Artikel „Bachblüten-Notfalltropfen“ weiterlesen:


Häufig gestellte Fragen zum Schienensystem und zu Bachblüten

Was ist das Schienensystem?

Das Schienensystem ist für mich eine bildhafte Orientierungshilfe.

Es hilft dabei, genauer wahrzunehmen, wie wir unsere momentane emotionale Situation erleben und ob wir das Gefühl haben, uns von unserer persönlichen Mitte entfernt zu haben.

Es ist keine medizinische oder psychologische Diagnosemethode.


Woran merke ich, dass ich aus meiner Mitte geraten bin?

Das ist sehr individuell.

Manche Menschen bemerken zuerst innere Unruhe oder kreisende Gedanken. Andere fühlen sich schneller gereizt, emotional erschöpft oder haben Schwierigkeiten abzuschalten.

Solche Wahrnehmungen können ein Anlass sein, genauer hinzuschauen. Sie sagen jedoch nicht automatisch etwas über ihre Ursache aus.


Was bedeutet Kompensation?

Kompensation bedeutet in unserem Bild, dass eine Belastung zwar vorhanden ist, du sie mit deinen bisherigen Möglichkeiten aber noch auffangen kannst.

Du funktionierst – möglicherweise kostet dich dieses Funktionieren jedoch bereits zunehmend Kraft.


Was bedeutet Dekompensation?

Damit wird grundsätzlich beschrieben, dass bisherige Ausgleichsmechanismen nicht mehr ausreichend greifen.

Da „Dekompensation“ auch ein medizinischer Fachbegriff ist, verwende ich ihn in meiner Bachblütenarbeit sehr zurückhaltend.

Für unser Schienenmodell können wir einfacher sagen:

„Meine bisherigen Möglichkeiten reichen gerade nicht mehr aus.“


Können körperliche Beschwerden zeigen, welche Bachblüte ich brauche?

Nein, so eindeutig lässt sich das nicht ableiten.

Eine körperliche Wahrnehmung kann viele unterschiedliche Ursachen haben.

In der Bachblütenarbeit betrachten wir deshalb die individuelle emotionale Situation und nicht ein Symptom nach dem Prinzip:

Symptom X = Bachblüte Y.


Welche Bachblüte wird bei Gedankenkarussell verwendet?

Im traditionellen Bachblütensystem wird White Chestnut häufig mit wiederkehrenden und kreisenden Gedanken in Verbindung gebracht.

Trotzdem sollte die gesamte emotionale Situation betrachtet werden, statt eine Bachblüte allein aufgrund eines einzelnen Merkmals auszuwählen.


Welche Bachblüten werden bei Ängsten eingesetzt?

Im traditionellen Bachblütensystem werden unterschiedliche Angstzustände auch unterschiedlich betrachtet.

Beispielsweise wird Mimulus mit konkreten, benennbaren Ängsten und Aspen eher mit diffusen Befürchtungen in Verbindung gebracht.

Starke, wiederkehrende oder belastende Ängste sollten jedoch ärztlich oder psychotherapeutisch abgeklärt werden.


Was passiert, wenn ich gar nicht weiß, was mich beschäftigt?

Dann musst du es auch noch nicht wissen.

Manchmal merken wir zuerst nur:

„Irgendetwas fühlt sich nicht stimmig an.“

Ein achtsames Gespräch und gezielte Fragen können dabei helfen, die eigene Situation bewusster wahrzunehmen und Worte für das zu finden, was einen beschäftigt.


Sind Bachblüten wissenschaftlich nachgewiesen?

Viele Menschen berichten persönlich von positiven Erfahrungen mit Bachblüten. Eine spezifische Wirksamkeit der Bachblüten über Placeboeffekte hinaus konnte in wissenschaftlichen Untersuchungen bislang jedoch nicht überzeugend nachgewiesen werden.

Deshalb verstehe ich Bachblüten als ergänzende Begleitung für das emotionale Wohlbefinden und nicht als Ersatz für eine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.


Vielleicht beginnt „zurück in deine Mitte“ mit einer einzigen Frage

Wir müssen nicht immer sofort wissen, warum wir uns unruhig, erschöpft oder aus dem Gleichgewicht fühlen.

Manchmal beginnt der Weg zurück zu uns selbst damit, dass wir aufhören, ausschließlich zu fragen:

„Wie bekomme ich das möglichst schnell wieder weg?“

Und stattdessen neugierig werden:

„Was beschäftigt mich gerade wirklich – und was brauche ich?“

Wenn du merkst, dass du dir bei diesen Fragen eine persönliche Begleitung wünschst, können wir sie gemeinsam in meiner 1:1 Bachblütenberatung betrachten.

Dabei geht es nicht darum, dir zu sagen, was mit dir „nicht stimmt“.

Wir schaffen vielmehr einen KraftRaum, in dem du deine momentane Situation in Ruhe betrachten kannst und wir gemeinsam schauen, welche Bachblüten zu deinen emotionalen Themen passend ausgewählt werden können.

→ Mehr über meine Online-Bachblütenberatung erfahren und übers Kontaktformular Termin anfragen

Vielleicht ist genau das dein nächster kleiner Schritt – zurück in deine Mitte. ♡

Martina

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