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Gemüse sauer Einlegen: Lebensmittel konservieren im Herbst

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Ende August und September ist Einmachzeit! Der Garten schenkt uns großzügig frisches, leckeres Sommergemüse. Mit dem Einlegen der reichen Beute können wir die wunderbaren Aromen lange haltbar machen und haben so im kargen Herbst und Winter geniales und leckeres Obst und Gemüse.
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Ende August und September ist Einmachzeit! Der Garten schenkt uns großzügig frisches, leckeres Sommergemüse. Mit dem Einlegen der reichen Beute können wir die wunderbaren Aromen lange haltbar machen und haben so im kargen Herbst und Winter geniales und leckeres Obst und Gemüse.

Die Konservierung von Gemüse im Herbst bietet einen unschätzbaren Nutzen, der über den reinen Geschmack hinausgeht.

Warum Du im Herbst Gemüse konservieren solltest:

Genuss für alle Jahreszeiten

Der Herbst ist eine zauberhafte Jahreszeit, in der die Natur uns mit einer Fülle von frischem Gemüse beschenkt. Die prächtigen Farben der Blätter und die angenehme Kühle in der Luft signalisieren den Beginn einer neuen Saison. Während wir die bunten Herbsttage genießen, sollten wir nicht vergessen, die großzügige Ernte zu nutzen, die der Garten uns bietet. Durch das Konservieren von Gemüse im Herbst können wir nicht nur die wunderbaren Aromen länger bewahren, sondern auch den Genuss köstlicher Mahlzeiten über die kargen Wintermonate hinweg sicherstellen.

Vielfalt der Konservierungsmethoden:

Im Herbst haben wir die Möglichkeit, verschiedene Konservierungsmethoden zu nutzen, um die Vielfalt der Ernte zu bewahren. Vom Fermentieren über das Einkochen bis hin zum Einlegen bieten sich zahlreiche Optionen an, um das Gemüse haltbar zu machen und gleichzeitig den Geschmack zu intensivieren.

  1. Das Fermentieren ist eine uralte Methode, bei der Mikroorganismen das Gemüse abbauen und dabei köstliche Aromen entwickeln. Denke an knuspriges Sauerkraut oder scharfe Kimchi, die dank dieser Technik entstehen. Der Prozess erfordert Geduld, aber die belohnenden Geschmackserlebnisse sind es wert. Falls du Fermentieren von A bis Z besser kennenlernen, dann empfehle ich dir das online Programm von meiner Kollegin Michaela Hauptmann “Darmzauber – Fermentation für mehr Vitalität und einen frohen Darm”
  2. Das Einkochen ist eine bewährte Methode, um Gemüse für die kalten Monate zu konservieren. Indem du das Gemüse in Gläser füllst und es in heißem Wasser oder Dampf erhitzt, verhinderst du das Wachstum schädlicher Mikroorganismen. Das Ergebnis sind schmackhafte Konserven wie Tomatensaucen oder Paprika-Chutneys, die deine Mahlzeiten aufwerten werden.
  3. Beim Einlegen von Gemüse in Essig, Öl oder Salzlake kannst du deine Kreativität ausleben. Füge Kräuter, Gewürze und vielleicht sogar etwas Zucker hinzu, um einzigartige Geschmackskombinationen zu schaffen. Eingelegte Gemüsesorten wie Gurken oder Zwiebeln sind vielseitige Beilagen und Snacks, die dein Speiseangebot bereichern werden.

Ich liebe es die bunten Farben des Gemüses im Glas herausgucken zu sehen.

Das Bild ist aus meiner Speis. Du siehst hier sauer eingelegtes Sommergemüse, Löwenzahnkapern sauer eingelegt und ein Experiment von heuer: Zucchini süß-sauer für eine Beilage eingekocht.

Meine persönliche Einstellung und Vorlieben von sauer eingelegtem Gemüse:

Ich persönlich habe mich verliebt in das Rote Rüben Relesh aus der Rezeptebibliothek des Thermomix. a) Eingekochtes oder Eingelegtes Gemüse kann ich schnell zur Hand nehmen, wenn ich nach der Arbeit mit Heißhunger in meiner Küche stehe.

b) Der andere Vorteil ist, dass das eingelegte saure Gemüse auch für unterwegs einer meiner Lunch-To-Go Lieblinge geworden ist, in der Ordination wo ich arbeite. Statt dem Salat habe ich bereits alles fix fertig in der Tasche 🙂

c) Den anderen Vorteil den ich persönlich erkennen kann bei dem vorgekochten Speisen im Glas: bei Blackout oder unerwarteten Stromausfall kann ich gechillt was gesundes, nahrhaftes es. Wo andere noch in Panik und Hysterie verfallen.

Meine Lieblingskonservierungsmethoden:

a) Beim Einlegen verwenden wir einen sauren Essigsud um das Wachstum schädlicher Mikroorganismen wie beispielsweise Schimmelpilzen zu verhindern. Man kann hierfür auch Salzlake, Öl oder Alkohol verwenden.

b) Beim Fermentieren (milchsaure Vergärung) wiederum werden die Mikroorganismen genutzt. Lebendige, gute Milchsäurebakterien sorgen dafür, dass sich schlechte Mikroorganismen nicht ansiedeln können.

Welche Vorteile habe ich, wenn ich mein Gemüse sauer einlege?

Das saure Einlegen von Gemüse bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die sowohl den Geschmack als auch die Gesundheit betreffen. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile des sauren Einlegens von Gemüse:

1. Geschmacksverbesserung: Das saure Einlegen verleiht dem Gemüse eine angenehme Säure, die den Geschmack intensiviert und zusätzliche Aromen hinzufügt. Dies kann das Gemüse interessanter und ansprechender machen, was zu einer Vielzahl von kulinarischen Möglichkeiten führt.

2. Konservierung: Die saure Umgebung hemmt das Wachstum schädlicher Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen und Schimmelpilze. Dadurch wird das Gemüse haltbar gemacht und kann über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden, ohne dass es verdirbt.

3. Erhaltung von Nährstoffen: Während des sauren Einlegens bleiben viele der natürlichen Nährstoffe im Gemüse erhalten, was bedeutet, dass es auch in konservierter Form eine gute Quelle für Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe bleibt.

4. Verdauungsförderung: Die Säure im eingelegten Gemüse kann die Verdauung fördern, da sie Enzyme aktivieren kann, die den Verdauungsprozess unterstützen.

5. Vielseitige Verwendung: Eingelegtes Gemüse kann vielseitig verwendet werden. Es kann als Beilage zu verschiedenen Gerichten serviert werden, in Salaten, Sandwiches oder Wraps verwendet werden und eine Geschmacksnote zu einer Vielzahl von Mahlzeiten hinzufügen.

6. Probiotika: Das saure Einlegen beinhaltet oft die Verwendung von Milchsäurebakterien, die während des Fermentationsprozesses entstehen. Diese Probiotika sind gut für die Darmgesundheit und können das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen.

7. Praktische Mahlzeitenzubereitung:

Mit eingelegtem Gemüse in deinem Vorratsschrank kannst du schnell und einfach Mahlzeiten zubereiten. Es ist eine großartige Möglichkeit, im Handumdrehen köstliche Gerichte zu kreieren, ohne stundenlang in der Küche stehen zu müssen.

8. Nachhaltigkeit: Durch das Konservieren von Gemüse kannst du Lebensmittelverschwendung reduzieren. Anstatt überschüssiges Gemüse verkommen zu lassen, kannst du es in konservierter Form genießen.

9. Reduzierung von Lebensmittelverschwendung: Das saure Einlegen ist eine großartige Möglichkeit, überschüssiges Gemüse zu nutzen und vor dem Verderben zu bewahren, was zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung beiträgt.

10. Kulinarische Vielfalt: Die konservierten Leckerbissen eröffnen dir die Möglichkeit, neue Rezepte und Aromen auszuprobieren. Experimentiere mit verschiedenen Kombinationen, um deine Kochkünste zu bereichern.

11. Zeitersparnis: Konserviertes Gemüse spart dir Zeit in der Küche. Wenn du bereits vorkonservierte Zutaten hast, kannst du in Windeseile köstliche Mahlzeiten zubereiten.

12. Heimisches Flair: Deine konservierten Köstlichkeiten bringen den Geschmack deines Gartens in deine Winterküche. Sie erinnern dich an die warmen Herbsttage und schenken dir eine Verbindung zur Natur.

Denke jedoch daran, dass das Einlegen von Gemüse in saurem Medium – wie Essig oder einer salzigen Lake – Geduld erfordert und einige Zeit dauern kann. Aber die leckeren und gesundheitlichen Vorteile, die du daraus ziehen wirst, machen die Investition lohnenswert.

3 Tipps beim sauer Einlegen:

  • Du kannst eigentlich alles einmachen. Achte aber darauf, dass du Gemüse, dass nicht zum Rohverzehr (z.B. Bohnen) gedacht ist, vorher kochst.
  • Je frischer und knackiger das Gemüse ist, desto besser schmeckt es später Sei mutig! – experimentiere mit verschiedenem Gemüse, Gewürzen und Kräutern Verwende normales Salz oder Meersalz – aber kein Jodsalz.
  • Jod sorgt dafür, dass das Gemüse an Bissfestigkeit verliert Sterilisiere deine Gläser! Denn nur so, hast du keine schlechten Mikroorganismen in deinem Einmachglas.

Du hast noch bedenken?

Wo kannst du hinderliche Gedanken auflösen

Natürlich können einige Bedenken auftauchen, wenn du darüber nachdenkst, Gemüse im Herbst zu konservieren. Lass uns diese Gedanken ansprechen und Lösungen finden:

  1. Aufwand und Zeit: Das Einmachen erfordert eine gewisse Zeit und Mühe. Plane es als angenehme Aktivität ein, vielleicht sogar mit Freunden oder der Familie. Gemeinsames Einmachen kann zu einem unterhaltsamen und verbindenden Erlebnis werden.
  2. Unsicherheit: Wenn du Bedenken bezüglich der Sicherheit hast, was die Konservierung angeht, informiere dich über bewährte Methoden und befolge bewährte Rezepte. Es gibt zahlreiche Ressourcen, die dich durch den Prozess führen können.
  3. Platzmangel: Vielleicht sorgst du dich darüber, wo du all die konservierten Gläser unterbringen sollst. Schaffe Raum in deiner Vorratskammer oder deinem Keller, um deine Schätze sicher zu lagern.
  4. Kreativer Ansatz: Wenn du dich nicht sicher fühlst, kreativ zu sein, starte mit einfachen Rezepten. Mit der Zeit wirst du mehr Vertrauen gewinnen und deine eigenen Kreationen entwickeln.

Der Herbst ist eine Zeit des Überflusses und der Fülle. Indem du Gemüse konservierst, kannst du diesen Reichtum einfangen und dir eine reichhaltige Vorratskammer für die kalten Monate schaffen. Nutze die Vielfalt der Konservierungsmethoden, um geschmackvolle und gesunde Köstlichkeiten zu erschaffen. Überwinde deine Bedenken und lass dich von der Freude am Einmachen anstecken. Deine zukünftigen selbst gemachten Mahlzeiten werden dir für deine Mühe und Kreativität dankbar sein.

So legst du dein Gemüse ein: Schritt für Schritt Bildergeschichte

Gemüse sauer einlegen mit Essig

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Das leckere Knabbergemüse wartet in deiner Vorratskammer und erinnert dich an den Sommer, wenn du das Gemüse sauer einlegst. Die Zutatenmenge ist für 2 – 3 Einmachgläser gedacht. Optimal also um auszuprobieren, ob das magst.

einfach
  • Vorbereitungszeit:
    10 Minuten
  • Kochzeit:
    10 Minuten
  • Gesamtzeit:
    20 Minuten

Zutaten

1 Portion
Sommer- und Herbstgemüse: Gurken, Zucchini, Karotten, Kohlrabi, Paprika, Radieschen, …. alles das eine feste Struktur hat
1.5 EL Zucker (Erde-Element)
1 Zwiebel oder Frühlingszwiebel
0.5 EL Pfefferkörner, schwarz
0.5 EL Senfkörner
0.5 Koriandersamen (Metall-Element)
300 ml Wasser (Wasser-Element)
300 ml Weißweinessig (Holz-Element)
1 kleiner Schale, Zitronenabrieb (Feuer-Element)

Utensilien

  • Mind. 3 Einmachgläser und den passenden Deckel bzw. Gummi dazu, Kochtopf, Schneidbrett mit gut schneidendem Messer, für die Gurken den Sparschäler, Kochlöffel und Schöpfkelle.

Zubereitung

Einmachgläser sterilisieren

  1. Koche Wasser in einem großen Kochtopf auf und gib alle Gläser und Deckel hinein.
  2. Lass das Ganze für 10 Minuten im heißen Wasserbad stehen und greife die Gläser nur noch außen an.
  3. Danach stelle sie auf ein Geschirrtuch zur Vorbereitung fürs Befüllen.

Gemüse vorbereiten

  1. Wasche, putze und schnipsle dein Gemüse zu Mund gerechten Stücken.
  2. Gib sie randvoll in dein Einlegeglas.

Essig-Gewürz-Mischung herstellen

  1. Erhitze das Wasser, den Essig und alle Gewürze.
  2. Koche es für mind. 5 Minuten, damit die Essigmischung den Geschmack von den Kräutern und Gewürzen annehmen kann.
  3. Gieße die Essig-Gewürz-Mischung bis 1 cm unter dem Rand vom Einlegeglas und schließe den Deckel.
  4. Damit es Luft dicht verschlossen ist, keine Keim in den Inhalt hineingelangen, nutze ich der einfachhaltshalber den Vakuum-Plopp-Effekt. Sich stelle die Gläser auf den Kopf.
  5. Wenn du die Einlege- bzw. Einmachgläser sicherer machen möchtest, stellst du sie in das Backrohr für 1 Stunde in ein Wasserbad.
  6. Ich mag nicht so aufwendig Kochen, deshalb mache ich wenige Gläser, die ich innerhalb weniger Monate auch verzehre.

Notizen

Du kannst jeden Essig mit mindestens 5 % Säuregehalt verwenden Basis-Mischung:
Mische 250 ml Essig mit 500 ml Wasser, 2 EL Meersalz und 2 TL Rohrohrzucker und koche das Ganze auf. Fertig! Gewürze, Kräuter und Co. kannst du nach Belieben variieren.

Wie findest du das Rezept?

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Du hast das Rezept ausprobiert?

Dann verlinke @Martina_vitalergy auf Instagram oder nutze den Hashtag #kochen-nach-TCM.

Hinweise für Anfänger der TCM-Ernährungslehre (auch 5 Elemente Küche genannt)

Jede Speise oder jedes Getränk sollte möglichst alle Geschmacksrichtung beinhalten.
Das fördert am besten den harmonischen Fluss des Qi’s im Körper und im Geist.
Ebenso ist die Philosophie dahinter, dass die Zutaten ‘rund’ schmecken im Mund.
Harmonisch miteinander abgestimmt, das fördert die Bekömmlichkeit.
Und das Yin und Yang ist für den menschlichen Organismus am besten verfügbar.

Die Bedeutung der Geschmacksrichtungen und Organzuordnung
H = Holz, steht für den sauren Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Leber/Gallenblase
F = Feuer, steht für den bitteren Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Herz/Dünndarm
E = Erde, steht für den süßen Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Milz/Magen
M = Metall, steht für den scharfen Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Lunge/Dickdarm
W = Wasser, steht für den salzigen Geschmack & repräsentiert die Organkreisläufe Niere/Blase

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